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	<title>lll▷ Eberswalde - | Eberswalde-Magazin</title>
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	<item>
		<title>Das Eberswalder Urstromtal</title>
		<link>https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/das-eberswalder-urstromtal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2025 19:12:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eberswalde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Urstromtal in Eberswalde – Das wohl berühmteste Urstromtal Deutschlands Das Eberswalder Urstromtal ist wohl das bekannteste Urstromtal Deutschlands – und das nicht nur unter Geografen. Generationen von Schülerinnen und Schülern kennen das grün eingefärbte Tal von der Reliefkarte, die im Geographieunterricht an keiner Schule fehlte. Kaum eine andere Landschaftsform wurde so anschaulich und einprägsam [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/das-eberswalder-urstromtal/">Das Eberswalder Urstromtal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eberswalde-magazin.de">Eberswalde-Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="" data-v-0b55153e="">
<h2>Das Urstromtal in Eberswalde – Das wohl berühmteste Urstromtal Deutschlands</h2>
<p>Das Eberswalder Urstromtal ist wohl das bekannteste Urstromtal Deutschlands – und das nicht nur unter Geografen. Generationen von Schülerinnen und Schülern kennen das grün eingefärbte Tal von der Reliefkarte, die im Geographieunterricht an keiner Schule fehlte. Kaum eine andere Landschaftsform wurde so anschaulich und einprägsam vermittelt wie dieses breite, flache Tal, das sich quer durch das nördliche Brandenburg zieht.</p>
<p>Die Karte, die bis heute vielen Eberswaldern und Geografie-Interessierten präsent ist, zeigt das Eberswalder Urstromtal als markantes, grünes Band zwischen den gelb und braun gefärbten Höhenzügen der End- und Grundmoränen. Für viele war und ist diese Darstellung der erste Berührungspunkt mit der faszinierenden Landschaftsgeschichte der Region – und ein Paradebeispiel dafür, wie die Eiszeit das heutige Nordostdeutschland geformt hat.</p>
<h2>Wo genau verläuft das Eberswalder Urstromtal?</h2>
<p>Das Eberswalder Urstromtal verläuft direkt durch das Stadtgebiet von <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/stadt-eberswalde/">Eberswalde</a> und ist dort als breite, flache Talniederung ausgeprägt. Es zieht sich in Ost-West-Richtung, wobei die Stadt Eberswalde selbst im Urstromtal liegt. Der Finowkanal und der Oder-Havel-Kanal folgen in ihrem Verlauf dem Urstromtal und sind zentrale Landschaftselemente, die das Tal sichtbar machen.</p>
<h2>Seine Entstehung durch die Kraft der Eiszeit</h2>
<p>Das Eberswalder Urstromtal entstand am Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 18.000 bis 15.000 Jahren. Damals bedeckte ein mächtiger Eispanzer große Teile Norddeutschlands. Als das Klima milder wurde und das Eis schmolz, mussten gewaltige Mengen Schmelzwasser abfließen. Weil das Eis den Weg nach Norden versperrte, strömte das Wasser entlang des Eisrandes nach Westen und schuf dabei breite Täler: die Urstromtäler.</p>
<p>Dieses Wasser formte ein breites, flaches Tal, das als Urstromtal bezeichnet wird. Es diente als riesiger Abflusskanal für die Schmelzwässer der Gletscher und prägt bis heute die Topographie der Region. Die charakteristische Breite und die relativ flachen Hänge unterscheiden das Urstromtal deutlich von den steileren Tälern, die durch Flüsse in anderen Regionen gebildet wurden.</p>
<p>Dieses Urstromtal mit Namen Eberswalde ist das nördlichste und jüngste der brandenburgischen Urstromtäler. Es zieht sich von Polen über Eberswalde bis nach Fehrbellin und ist stellenweise bis zu 20 Kilometer breit. Die gewaltigen Wassermassen lagerten Sande und Kiese ab, die heute den Untergrund der Talniederung bilden.</p>
<h2>Die glaziale Serie im Relief – Landschaft zum Anfassen</h2>
<p>Die oben gezeigte Reliefkarte macht die typische glaziale Serie im Raum Eberswalde anschaulich sichtbar:</p>
<ul>
<li>Urstromtal (grün): Das breite, flache Band in der Kartenmitte ist das Eberswalder Urstromtal. Hier verliefen einst die gewaltigen Schmelzwasserströme der Eiszeit. Die Karte zeigt auch die Flüsse und Kanäle, wie den Finowkanal und den Oder-Havel-Kanal, die dem Verlauf des Urstromtals folgen.</li>
<li>Endmoränen (braun): Die hügeligen, dunkleren Bereiche nördlich und südlich des Urstromtals entstanden am Rand des Gletschers durch abgelagertes Material.</li>
<li>Grundmoränen (gelb): Die flacheren, gelblichen Flächen sind Überreste des Gletschervorfelds, das vom Eis überfahren und geformt wurde.</li>
<li>Sander: Zwischen Endmoränen und Urstromtal liegen sandige, leicht erhöhte Flächen – die Sander, die durch Schmelzwasserströme entstanden.</li>
</ul>
<p>Die Stadt Eberswalde liegt am Südrand des Urstromtals, eingerahmt von den Höhenzügen der Endmoränen. Flüsse wie die Finow und Kanäle wie der Finowkanal und der Oder-Havel-Kanal folgen dem Verlauf des Urstromtals und sind wichtige Elemente der heutigen Kulturlandschaft.</p>
<figure id="attachment_1263" aria-describedby="caption-attachment-1263" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-1263 size-full" title="Reliefkarte der glazialen Serie, Geographisches Institut der HU Berlin, Aufnahme: Oliver Zauzig, Lizenz: CC BY 3.0 DE" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/uimg4d9348e026692.jpg" alt="Reliefkarte der glazialen Serie, Geographisches Institut der HU Berlin, Aufnahme: Oliver Zauzig, Lizenz: CC BY 3.0 DE" width="1000" height="824" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/uimg4d9348e026692.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/uimg4d9348e026692-300x247.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/uimg4d9348e026692-768x633.jpg 768w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/uimg4d9348e026692-750x618.jpg 750w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-1263" class="wp-caption-text">Reliefkarte der glazialen Serie, Geographisches Institut der HU Berlin, Aufnahme: Oliver Zauzig, Lizenz: CC BY 3.0 DE</figcaption></figure>
</div>
<p>Reliefkarte der glazialen Serie, Geographisches Institut der HU Berlin, <a href="http://www.universitaetssammlungen.de/modell/1324" target="_blank" rel="nofollow noopener">Sammlung</a>, Aufnahme: Oliver Zauzig, Lizenz: <a class="break-word hover:text-super hover:decoration-super dark:hover:text-superDark dark:hover:decoration-superDark underline decoration-from-font underline-offset-1 transition-all duration-300" href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">CC BY 3.0 DE</a></p>
<div class="" data-v-0b55153e="">
<h2>Landschaft, Natur und Nutzung heute</h2>
<p>Heute ist das Eberswalder Urstromtal eine bedeutende Landschaftsform mit vielfältiger Nutzung. Das Tal ist geprägt von fruchtbaren Böden, die vor allem landwirtschaftlich genutzt werden. Außerdem finden sich hier zahlreiche Feuchtgebiete und Seen, die wichtige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten bieten.</p>
<p>Das Eberswalder Urstromtal ist heute eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft:</p>
<ul>
<li>Wälder und Moore: Die sandigen Böden des Urstromtals sind von Kiefernwäldern, Feuchtwiesen und Mooren geprägt. In den Senken haben sich zahlreiche Feuchtgebiete gebildet, die seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten.</li>
<li>Gewässer: Der Finowkanal, einer der ältesten künstlichen Wasserstraßen Deutschlands, und der Oder-Havel-Kanal verlaufen durch das Tal. Auch zahlreiche kleine Seen und Flüsse prägen die Landschaft.</li>
<li>Siedlungen: Neben der Stadt Eberswalde liegen viele Dörfer und Siedlungen am Rand oder im Urstromtal. Die fruchtbaren Böden der Niederung werden seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt.</li>
</ul>
<p>Neben der Landwirtschaft spielt das Tal auch für den Tourismus eine Rolle: Wander- und Radwege entlang des Tals laden zur Erkundung der besonderen Natur- und Kulturlandschaft ein. Zudem erinnern verschiedene geologische Lehrpfade und Informationsstellen an die Entstehung des Urstromtals und seine Bedeutung für die Landschaftsgeschichte.</p>
<figure id="attachment_1274" aria-describedby="caption-attachment-1274" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" class="wp-image-1274 size-full" title="Der Finowkanal im Eberswalder Urstromtal" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Finowkanal-2.jpg" alt="Der Finowkanal im Eberswalder Urstromtal" width="1000" height="662" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Finowkanal-2.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Finowkanal-2-300x199.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Finowkanal-2-768x508.jpg 768w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Finowkanal-2-750x497.jpg 750w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-1274" class="wp-caption-text">Der Finowkanal im Eberswalder Urstromtal</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1275" aria-describedby="caption-attachment-1275" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" class="wp-image-1275 size-full" title="Der Finowkanal im Urstromtal" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Fiinowkanal.jpg" alt="Der Finowkanal im Urstromtal" width="1000" height="662" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Fiinowkanal.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Fiinowkanal-300x199.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Fiinowkanal-768x508.jpg 768w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Fiinowkanal-750x497.jpg 750w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-1275" class="wp-caption-text">Der Finowkanal im Urstromtal</figcaption></figure>
<h2>Eine für die Wissenschaft und den Naturschutz wichtige Landschaftsform</h2>
<p>Für Geografen ist das Eberswalder Urstromtal ein Paradebeispiel für die Wirkung der Eiszeit. Die Landschaft zeigt die klassische glaziale Serie, wie sie in keinem Lehrbuch besser illustriert werden könnte. Die Region ist zudem ein Hotspot für den Naturschutz: Moore, Feuchtwiesen und Altarme bieten seltenen Arten wie Kranichen, Bibern und Orchideen wertvolle Rückzugsräume. Viele dieser Gebiete stehen heute unter Schutz, etwa das Naturschutzgebiet Nonnenfließ-Schwärzetal.</p>
<h2>Das Urstromtal hautnah erleben</h2>
<p>Neben der Landwirtschaft spielt das Tal auch für den Tourismus eine Rolle: Wander- und Radwege entlang des Tals laden zur Erkundung der besonderen Natur- und Kulturlandschaft ein. Zudem erinnern verschiedene geologische Lehrpfade und Informationsstellen an die Entstehung des Urstromtals und seine Bedeutung für die Landschaftsgeschichte.</p>
<p>Wer das Eberswalder Urstromtal entdecken möchte, findet zahlreiche Möglichkeiten:</p>
<ul>
<li><strong>Wanderungen und <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/freizeit/radweg-am-finowkanals/">Radtouren entlang des Finowkanals</a> oder durch die angrenzenden Wälder und Moore.</strong> Der Finowkanal verläuft mitten durch das Urstromtal und ist ein zentrales Landschaftselement. Entlang des Kanals, zum Beispiel am Familiengarten Eberswalde oder an den Uferwegen, kann man die Weite und die typische Talform besonders gut wahrnehmen.</li>
<li><strong>Besuch des Familiengartens Eberswalde, der direkt am Südrand des Urstromtals liegt.</strong> Der Familiengarten liegt direkt am Südrand des Urstromtals. Von hier aus hat man einen guten Blick über die Talniederung und kann die Übergänge zu den angrenzenden Moränenhügeln erkennen.</li>
<li><strong>Aussichtspunkte auf den Endmoränenzügen nördlich und südlich der Stadt</strong>, von denen man das Relief der Eiszeitlandschaft besonders gut überblicken kann. Wer einen Überblick über das Urstromtal haben möchte, kann von den nördlich oder südlich gelegenen Moränenhügeln (zum Beispiel im Bereich um Britz oder am Rand des Stadtteils Finow) auf das breite Tal hinabschauen</li>
<li><strong>Ein besonders schöner Abschnitt ist der Bereich zwischen dem Familiengarten und dem Schiffshebewerk Niederfinow.</strong> Hier kann man die Dimensionen des Urstromtals gut erkennen und gleichzeitig die technischen Bauwerke erleben, die das Tal durchqueren.</li>
<li><strong>Naturbeobachtung in den Schutzgebieten</strong>, in denen mit etwas Glück Biber, Kraniche oder seltene Pflanzen zu entdecken sind.</li>
<li><strong>Besuch des <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/umgebung/geopark-gross-ziethen/">Geoparks Groß Ziethen mit dem Eiszeitmuseum</a></strong>, dort kann eine Nachbildung einer Glazialen Serie mit einem Urstromtal in beeindruckender Größe als Modell im Außenbereich erkundet werden. Im Museum gibt es zahlreiche Exponate und Filme zum Thema.</li>
</ul>
<figure id="attachment_1277" aria-describedby="caption-attachment-1277" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" class="wp-image-1277 size-full" title="Geopark Gross Ziehten" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Geopark-Gross-Ziehten.jpg" alt="Geopark Gross Ziehten" width="1000" height="662" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Geopark-Gross-Ziehten.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Geopark-Gross-Ziehten-300x199.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Geopark-Gross-Ziehten-768x508.jpg 768w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/05/Geopark-Gross-Ziehten-750x497.jpg 750w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-1277" class="wp-caption-text"><a href="https://www.eberswalde-magazin.de/umgebung/geopark-gross-ziethen/">Geopark</a> Gross Ziehten</figcaption></figure>
<figure id="attachment_298" aria-describedby="caption-attachment-298" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" class="wp-image-298 size-full" title="Darstellung der Geoformationen Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal im Eiszeitmuseum" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-Ziethen-Geologische-Formationen.jpg" alt="Darstellung der Geoformationen Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal im Eiszeitmuseum" width="1000" height="662" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-Ziethen-Geologische-Formationen.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-Ziethen-Geologische-Formationen-300x199.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Gross-Ziethen-Geologische-Formationen-768x508.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-298" class="wp-caption-text">Darstellung der Geoformationen Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal im Eiszeitmuseum</figcaption></figure>
<p>Es existieren auch an verschiedenen Orten kleinere Informationstafeln, zum Beispiel am Finowkanal, im Familiengarten oder entlang von Wanderwegen rund um die Stadt. Diese Tafeln behandeln meist Themen wie die Eiszeit, die Entstehung der Landschaft oder die Besonderheiten der Region und erwähnen dabei auch das Urstromtal.</p>
<p>Tipp für Geografie-Interessierte:</p>
<p>Ein genauer Blick auf das Relief und die Landschaft rund um Eberswalde lohnt sich – hier lässt sich die glaziale Serie „live“ erleben und verstehen, wie die Eiszeit Norddeutschland geformt hat.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Das Eberswalder Urstromtal ist weit mehr als ein geografischer Begriff – es ist ein lebendiges Zeugnis der Erdgeschichte, das bis heute das Gesicht der Region prägt. Das Eberswalder Urstromtal ist die breite Niederung, in der die Stadt Eberswalde liegt – besonders gut erkennbar entlang des Finowkanals und der Finowniederung. Die berühmte Reliefkarte hat Generationen von Menschen für die Landschaft begeistert und macht das Urstromtal zum wohl bekanntesten seiner Art in Deutschland. Wer heute durch Eberswalde und Umgebung wandert, steht auf dem Grund eines uralten Schmelzwasserstroms – und kann die Spuren der Eiszeit mit eigenen Augen erleben. Entlang der Wander- und Radwege am Finowkanal oder durch die Niederung zwischen Eberswalde und Niederfinow erlebt man das Urstromtal besonders intensiv. Hier sieht man die typische flache Landschaft, die von Kanälen, Wiesen und Wäldern geprägt ist.</p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/das-eberswalder-urstromtal/">Das Eberswalder Urstromtal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eberswalde-magazin.de">Eberswalde-Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Friedhof Eberswalde &#8211; Überblick zu den wichtigsten Ruhestätten der Stadt</title>
		<link>https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/friedhof-eberswalde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2025 13:34:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eberswalde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bedeutende Freidhofsanlagen und Bestattungsmöglichkeiten in der Stadt Eberswalde Eberswalde, eine Stadt mit reicher Geschichte, beherbergt mehrere bedeutende Friedhöfe, die sowohl kulturelle als auch historische Werte verkörpern. Diese Stätten sind nicht nur Orte der Ruhe und des Gedenkens, sondern bieten auch Einblicke in die Traditionen und das Erbe der Region. Die Vielfalt der Friedhöfe – vom [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/friedhof-eberswalde/">Friedhof Eberswalde &#8211; Überblick zu den wichtigsten Ruhestätten der Stadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eberswalde-magazin.de">Eberswalde-Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Bedeutende Freidhofsanlagen und Bestattungsmöglichkeiten in der Stadt Eberswalde</h2>
<p><a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/stadt-eberswalde/">Eberswalde</a>, eine Stadt mit reicher Geschichte, beherbergt mehrere bedeutende <b>Friedhöfe</b>, die sowohl kulturelle als auch historische Werte verkörpern. Diese Stätten sind nicht nur Orte der <b>Ruhe</b> und des Gedenkens, sondern bieten auch Einblicke in die Traditionen und das Erbe der Region. Die Vielfalt der Friedhöfe – vom Waldfriedhof bis hin zu den ehemaligen jüdischen Grabanlagen – spiegelt die wechselvolle Vergangenheit Eberswaldes wider und lädt dazu ein, mehr über die Geschichten dahinter zu erfahren.</p>
<p>Die Stadt besitzt zudem mehrere historische Friedhöfe, darunter den Alten Jüdischen Friedhof (1751 gegründet), den Neuen Jüdischen Friedhof (1924 gegründet) und ältere kirchliche sowie Hospitalfriedhöfe Im Folgenden werden verschiedene Friedhöfe in Eberswalde vorgestellt, um einen umfassenden Überblick über diese wichtigen Stätten zu geben. Jeder dieser Plätze hat seine eigene <i>charakteristische Atmosphäre</i> und Bedeutung, die es wert sind, entdeckt zu werden.</p>
<div class="summary">
<p><b>Wichtiges am Anfang</b></p>
<ul>
<li>Eberswalde hat eine Vielzahl bedeutender Friedhöfe mit historischen und kulturellen Werten.</li>
<li>Der Waldfriedhof Eberswalde zeichnet sich durch seine natürliche Umgebung und nachhaltige Pflege aus.</li>
<li>Der Friedhof Eberswalde Finow und RuheForst Eberswalde bieten Gedenkorte in idyllischer Lage.</li>
<li>Historische Friedhöfe wie der Garnisionsfriedhof und der ehemalige jüdische Friedhof sind wichtig für das kulturelle Gedächtnis.</li>
<li>Die Friedhofsverwaltung bietet Unterstützung und Informationen für Angehörige und Interessierte.</li>
<li>Aktive Friedhöfe für Bestattungen: Waldfriedhof Eberswalde, Friedhof Finow, Friedhof Messingwerk, Friedhof Spechthausen, RuheForst Eberswalde (Naturbestattungen möglich).</li>
<li>Nicht mehr regulär für Bestattungen genutzt: Friedhof Kupferhammer (nur noch Ausnahmen für Ehepartner), Sowjetischer Garnisonsfriedhof (keine regulären Bestattungen mehr), Jüdischer Friedhof (heute nur als Gedenkstätte)</li>
</ul>
</div>
<h2>Übersicht der Friedhöfe in Eberswalde</h2>
<div class="su-table su-table-responsive su-table-alternate">
<table>
<thead>
<tr>
<th><strong>Name des Friedhofs</strong></th>
<th><strong>Lage / Adresse</strong></th>
<th><strong>Besonderheiten</strong></th>
<th><strong>Aktuelle Bestattungen möglich?</strong></th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Waldfriedhof Eberswalde</strong></td>
<td>Freienwalder Straße, Eberswalde</td>
<td>18,4 ha, parkähnlich, alter Baumbestand, historische Grabmale, Trauerhalle, Kriegsgräberstätten, sowjetisches Ehrenmal</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Friedhof Finow</strong></td>
<td>Biesenthaler Straße, Finow</td>
<td>3,5 ha, Lindenallee, neogotische Trauerhalle, verschiedene Grabarten, restauriertes Portal</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Friedhof Kupferhammer</strong></td>
<td>Kupferhammer-Siedlung, Eberswalde</td>
<td>3000 m², Kapelle, bis 2011 aktiv, jetzt geschlossen, nur noch Ausnahmen für Ehepartner</td>
<td>Nein (nur Ausnahmen für Ehepartner)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Friedhof Messingwerk</strong></td>
<td>Messingwerksiedlung, Eberswalde</td>
<td>1925/26 angelegt, Backsteinkapelle, denkmalgeschützt, verschiedene Grabarten</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Friedhof Spechthausen</strong></td>
<td>Spechthausen, Eberswalde</td>
<td>Anfang 19. Jh., ehemalige Familiengrabstätte, Kapelle, Urnenhain geplant</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Sowjetischer Garnisonsfriedhof</strong></td>
<td>Heegermühler Straße, Westend</td>
<td>1946–1967 genutzt, Kriegsgräberstätte, unter Denkmalschutz</td>
<td>Nein</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Jüdischer Friedhof</strong></td>
<td>Britzer Straße, Eberswalde</td>
<td>1751 angelegt, historisch, heute Gedenkstätte</td>
<td>Nein</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>RuheForst Eberswalde</strong></td>
<td>Waldgebiet bei Eberswalde</td>
<td>Wald- bzw. Naturbestattungen, individuell wählbare Baumgräber, Andachtsplatz</td>
<td>Ja</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<h2>Waldfriedhof Eberswalde</h2>
<p>Der <b>Waldfriedhof Eberswalde</b> ist ein ruhiger und beschaulicher Ort, der mitten in der Natur liegt. Er zeichnet sich durch eine schöne, grüne Umgebung aus, die Trauernden einen Platz zum Innehalten und Gedenken bietet.</p>
<p>Die Gestaltung des Friedhofs orientiert sich an den natürlichen Gegebenheiten und fügt sich harmonisch in die Landschaft ein. Hier finden sich sowohl traditionelle als auch moderne Grabstätten, die individuelle Erinnerungen ermöglichen.</p>
<p>Der zentrale städtische Waldfriedhof Eberswalde wurde schrittweise erweitert: Die erste Erweiterung fand ab 1846 statt, die Trauerhalle wurde 1875/76 gebaut, und 1903 wurde der Friedhof auf seine heutige Größe von 18,4 Hektar erweitert.</p>
<p>Er beherbegt zahlreiche Grabstätten mit unterschiedlichen architektonischen Stilen und künstlerischer Gestaltung. Der Friedhof ist parkähnlich angelegt und enthält viele bedeutende Grabmale, die die Stadtgeschichte widerspiegeln. Er ist ein kulturell und historisch bedeutsamer Ort, insbesondere durch die Gräber bekannter Persönlichkeiten wie Forstprofessoren, Künstler, Ehrenbürger und Unternehmer.</p>
<p>Mit 18,4 Hektar und etwa 15.000 Grabstellen der größte und bedeutendste Friedhof der Stadt. Er besticht durch seinen parkähnlichen Charakter mit seltenen Baumarten wie Scheinzypressen und Douglasien. Historische Grabmale bekannter Persönlichkeiten und Kriegsgräberstätten verleihen ihm große kulturelle und historische Bedeutung. Moderne Einrichtungen wie eine große Trauerhalle und barrierefreie Zugänge ergänzen das Angebot.</p>
<p>Besonders hervorzuheben ist der ökologische Ansatz des Waldfriedhofs. Die Pflege der Anlage erfolgt nachhaltig, was nicht nur die Umwelt schont, sondern auch einen besonderen Friedensraum schafft. Viele Besucher schätzen diesen Aspekt sehr und kommen oft, um die Ruhe zu genießen und Kraft zu tanken.</p>
<h3>Gedenkstätte für das Schützenregiment 3 (1939–1945) auf dem Waldfriedhof Eberswalde</h3>
<p>Auf dem Waldfriedhof Eberswalde befindet sich eine Gedenkstätte, die 1994 neu gestaltet wurde und an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges erinnert, insbesondere an Soldaten des Schützenregiments 3, das zur 3. Panzer-Division der Wehrmacht gehörte. Diese Gedenkstätte ist Teil der deutschen Kriegsgräberanlagen auf dem Waldfriedhof und umfasst Steinkreuze für bekannte und unbekannte Soldaten; insgesamt wurden dort 460 deutsche Soldaten bestattet. Die Anlage dient als zentraler Erinnerungsort und wird gepflegt. Jährlich findet dort eine Feierstunde zum Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten statt, wodurch der Ort als Platz des Innehaltens und der Erinnerung fungiert. Besucher finden an der Gedenkstätte eine Tafel mit einem nachdenklichen Spruch von Georg Christoph Lichtenberg.</p>
<div class="places">
<p><b>Waldfriedhof Eberswalde</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Friedhofstraße 9, 16225 Eberswalde</p>
<p><b>Telefon:</b> 03334 64686</p>
</div>
<blockquote class="zitat"><p>„Der Tod ist nicht das Ende, sondern nur ein neuer Anfang, eine andere Reise.“ &#8211; Albert Schweitzer</p></blockquote>
<h2>Friedhof Eberswalde Finow</h2>
<p>Der <b>Friedhof Eberswalde Finow</b> ist ein interessanter Bestattungsort in der Region und bietet eine friedliche Atmosphäre für die Hinterbliebenen. Mit seiner ansprechenden Landschaftsgestaltung lädt der Friedhof dazu ein, die Ruhe und Stille zu genießen.</p>
<p>Der Friedhof Finow umfasst 3,5 Hektar und wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Er besticht durch eine gepflegte, ruhige Umgebung mit einer alten Lindenallee, einem restaurierten Friedhofsportal sowie einer sanierten neogotischen Trauerhalle. Die landschaftliche Gestaltung lädt wirklich zur Besinnung und Ruhe ein.</p>
<p>Hier findet man nicht nur zahlreiche Grabstätten, sondern auch historische Monumente, die die Geschichte der Region widerspiegeln. Hier findet sich auch zahlreiche historische Grabstätten und Denkmäler, die die regionale Geschichte widerspiegeln. Dazu gehören eine Gedenkstätte für Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion, Polen und Italien sowie Kriegsgräber aus dem Zweiten Weltkrieg.</p>
<p>Die gepflegten Wege und <i>grünen Flächen</i> machen den Friedhof zu einem Ort des Innehaltens, wo Erinnerungen wachgerufen werden können. Zudem steht die Friedhofsverwaltung immer für Fragen und Anliegen zur Verfügung, um einen respektvollen Umgang mit diesem besonderen Ort zu gewährleisten. Die Wege und Grünflächen sind gut gepflegt, die Friedhofsverwaltung unterstützt bei Anliegen. Sanitäre Einrichtungen sind während der Öffnungszeiten zugänglich, und die Trauerhalle ist mit moderner Ausstattung versehen.</p>
<div class="places">
<p><b>Friedhof Eberswalde Finow</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Finow Biesenthaler Straße, 16227 Eberswalde</p>
<p><b>Telefon:</b> 03334 352550</p>
</div>
<h2>Garnisionsfriedhof Eberswalde</h2>
<p>Der <b>Garnisionsfriedhof Eberswalde</b> ist ein geschichtsträchtiger Ort, der vor allem als letzte Ruhestätte für die Soldaten der ehemaligen Garnison dient. Hier finden sich zahlreiche Gräber von Militärangehörigen die in Eberswalde und Umgebung gedient haben.</p>
<p>Der Garnisonsfriedhof Eberswalde wurde 1946 auf Befehl der sowjetischen Militäradministration angelegt und diente als letzte Ruhestätte für Angehörige der sowjetischen Garnison, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Eberswalde stationiert war. Bis 1967 wurden dort 855–860 sowjetische Bürger bestattet, darunter Militärangehörige, aber auch zahlreiche Zivilisten und Kinder, die infolge von Kriegsverletzungen, Unfällen oder Krankheiten starben. Die Gräber stammen ausschließlich aus der Zeit nach 1946 bis 1967. Die Gräber sind überwiegend schlicht gehalten und als Sammelgräber gestaltet.</p>
<p>Die Anlage zeichnet sich durch eine ruhige, gelassene Atmosphäre aus und bietet somit einen würdigen Raum zur Trauer und zum Gedenken. Viele Grabstätten sind liebevoll gestaltet und spiegeln die individuelle Geschichte der Verstorbenen wider. Die Anlage ist ruhig, steht unter Kriegsgräberschutz und wurde 2008/2009 umfassend rekonstruiert. Die Friedhofsverwaltung Eberswalde sorgt für die dauerhafte Pflege.</p>
<p>Besonders bemerkenswert ist die <i>gemeinschaftliche Ehrung</i>, die den gefallenen Soldaten zuteilwird. Jedes Jahr finden hier Gedenkveranstaltungen statt, bei denen Angehörige und Interessierte zusammenkommen, um Respekt und Anerkennung zu zeigen. eute eine gepflegte Gedenkstätte ohne reguläre Bestattungen. Die sorgfältige Pflege des Friedhofs trägt dazu bei, dass dieser Ort auch für zukünftige Generationen Bedeutung behält.</p>
<div class="places">
<p><b>Garnisionsfriedhof Eberswalde</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Barnim Eberswalde, 16225 Eberswalde, an der Heegermühler Straße im Ortsteil Westend von Eberswalde</p>
</div>
<h2>RuheForst Eberswalde</h2>
<p>Der <b>RuheForst Eberswalde</b> bietet eine besondere Form der Bestattung inmitten der Natur. Er ist der <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/friedwald-eberswalde/">Friedwald in Eberswalde</a>. Hier steht die <i>Nachhaltigkeit</i> im Vordergrund, da der Wald als Grabstätte genutzt wird und gleichzeitig zur Erhaltung der Umwelt beiträgt. Angehörige können entscheiden, ob sie ihre letzte Ruhestätte unter einem Baum im Forst finden möchten.</p>
<p>Der RuheForst Eberswalde ermöglicht Bestattungen in einem Laub-Mischwald (unter anderem Eichen, Buchen, Kiefern, Birken, Linden) im <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/umgebung/biosphaerenreservat-schorfheide-chorin/">Biosphärenreservat</a> Schorfheide-Chorin. Die Grabstätten, sogenannte RuheBiotope®, sind vollständig in den natürlichen Wald integriert und benötigen keine Pflege. Dies unterstützt die Nachhaltigkeit und den Umweltschutz.</p>
<p>Besonderer Wert wird auf die Pflege der Bäume gelegt, um eine harmonische Verbindung zwischen Natur und Erinnerungen zu schaffen. Trauerfeiern können in einem würdevollen Rahmen unter freiem Himmel stattfinden, was den Verstorbenen einen ganz besonderen Platz gibt. Angehörige können individuelle Baumgrabstätten wählen und Trauerfeiern unter freiem Himmel abhalten.</p>
<p>Der RuheForst fördert zudem das Bewusstsein für die <b>Schönheit der Natur</b>, indem er zeigt, wie ein Abschied auch in einer friedlichen Umgebung gestaltet werden kann. Dies schafft Raum für persönliche Reflektionen und Gebete inmitten des Waldes.</p>
<div class="places">
<p><b>RuheForst Eberswalde</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Angermünder Chaussee 9, 16225 Eberswalde</p>
<p><b>Webseite:</b> <a href="http://www.ruheforst-eberswalde.de/" rel="nofollow">http://www.ruheforst-eberswalde.de/</a></p>
</div>
<h2>Restareal des alten ehemaligen Jüdischen Friedhof von Eberswalde</h2>
<p>Der <b>ehemalige Jüdische Friedhof</b> in Eberswalde ist eine tief verwurzelte Stätte der Erinnerung. Obwohl die Grabsteine und Spuren der Geschichte größtenteils verloren gegangen sind, bleibt das Restareal ein Ort des stillen Gedenkens. Hier können Angehörige und Interessierte einen Moment innehalten, um den Verstorbenen Respekt zu zollen. Das Areal steht als Mahnmal für die jüdische Geschichte Eberswaldes unter Denkmalschutz.</p>
<p>Der alte jüdische Friedhof an der Oderberger Straße wurde 1751 angelegt und mehrfach erweitert, sodass er etwa 200 Grabstellen umfasst. Er ist von einer Ziegelmauer aus dem Jahr 1862 umgeben. Heute ist der Friedhof größtenteils ein Restareal; viele Grabsteine und ursprüngliche Spuren sind verloren gegangen, jedoch sind einige noch erhalten.</p>
<p>Die Gräber wurden insbesondere während und nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Erhaltung des noch bestehenden Gebietes dient nicht nur als Mahnmal für die jüdische Gemeinschaft der Stadt, sondern auch als Teil der allgemeinen <i>Kulturgeschichte von Eberswalde</i>. Die verbliebenen Grabsteine wurden an einem neuen Platz aufgestellt und das Gelände eingezäunt. Seit den 1980er Jahren gab es Initiativen zur Erhaltung, Aufräumung und Sicherung des Restareals, auch durch ehrenamtliches Engagement und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen</p>
<p>In den letzten Jahren gab es Bestrebungen, dieses Areal wieder greifbarer zu machen und die Erinnerung an die ursprüngliche Religionsgemeinschaft lebendig zu halten. Das Restareal erinnert an die einst bedeutende jüdische Gemeinde der Stadt und ist Teil der allgemeinen Kulturgeschichte Eberswaldes. Es gibt eine Gedenktafel und gelegentlich Veranstaltungen oder Führungen, um die Erinnerung wachzuhalten.</p>
<p>Das Friedhoafsareal befindet sich an der Oderberger Straße in Eberswalde, in der Nähe des Waldfriedhofs . Es ist eingezäunt und mit einem Tor versehen, der Zugang ist jedoch nicht immer offen.</p>
<div class="places">
<p><b>Restareal des ehemaligen Jüdischen Friedhof von Eberswalde</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Oderberger Straße, 16225 Eberswalde</p>
<h2>Neuer ehemaliger Jüdischer Friedhof von Eberswalde</h2>
<p>Es s gibt zwei verschiedene jüdische Friedhöfe in Eberswalde. Beide sind heute als Restareale erhalten und wichtige Zeugnisse der jüdischen Geschichte der Stadt. Der <b>ehemalige jüdische Friedhof</b> von Eberswalde ist ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte. Diese ruhige Anlage zeugt von der langen Tradition der jüdischen Gemeinschaft in der Region. Sie bietet einen Ort der Erinnerung und des Gedenkens für die Verstorbenen, deren Namen oft auf den Grabsteinen verewigt sind.</p>
<p>Die <i>Geschichte</i> des Friedhofs hat eine lange Geschichte und spiegelt die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung wider. Der neue jüdische Friedhof wurde je nach Quelle um 1911, 1924 oder 1925 angelegt, bedingt durch das Wachstum der jüdischen Gemeinde. Heute sind etwa 50 Grabsteine erhalten. Die letzte Beisetzung fand im Jahr 1939 statt. Der Friedhof ist ebenfalls als Restareal erhalten, dient als Gedenkstätte und steht unter Denkmalschutz.</p>
<p>Heute wird er als eine Stätte geschätzt, die nicht nur an die Vergangenheit erinnert, sondern auch zur Aufklärung über das jüdische Leben in Eberswalde beiträgt. Die Erhaltung dieses Ortes ist für viele von großer Bedeutung und spielt eine wichtige Rolle im kulturellen Gedächtnis der Stadt.</p>
<h3>Übersicht der jüdischen Friedhöfe in Eberswalde</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th><strong>Name</strong></th>
<th><strong>Lage / Adresse</strong></th>
<th><strong>Entstehung</strong></th>
<th><strong>Besonderheiten</strong></th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Alter jüdischer Friedhof</td>
<td>Oderberger Straße, 16225 Eberswalde</td>
<td>Ab 1751 (Erweiterung 1851)</td>
<td>Einer der ältesten jüdischen Friedhöfe Brandenburgs, ca. 200 Grabstellen, umgeben von Ziegelmauer (1862), heute Restareal, unter Denkmalschutz</td>
</tr>
<tr>
<td>Neuer jüdischer Friedhof</td>
<td>Nähe Freienwalder Straße, 16225 Eberswalde</td>
<td>1911/1924/1925 (verschiedene Quellen)</td>
<td>Ursprünglich als Erweiterung/Neuanlage für die wachsende Gemeinde, ca. 50 Grabsteine erhalten, letzte Beisetzung 1939, heute Gedenkstätte und Restareal, unter Denkmalschutz</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="places">
<p><b>Ehemaliger Jüdischer Friedhof von Eberswalde</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Neben Waldfriedhof, Freienwalder Straße, 16225 Eberswalde</p>
</div>
</div>
<h2>Friedhof Messingwerk</h2>
<p>Der <b>Friedhof Messingwerk</b> ist ein bemerkenswerter Ort der Ruhe und des Gedenkens in Eberswalde. Er wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik angelegt und bietet eine einzigartige Atmosphäre. Die Gestaltung des Friedhofs harmoniert mit der umgebenden Natur, die den trauernden Besuchern Trost spenden kann.</p>
<p>Das Friehofsgelände wurde 1925/1926 auf dem Gelände der historischen Messingwerksiedlung angelegt, einer der ältesten Werkssiedlungen Brandenburgs mit über 300 Jahren Geschichte. Der Friedhof ist als einheitliches Ensemble geplant und gebaut. Charakteristisch sind die Backsteinkapelle sowie der schmiedeeiserne Zaun und das Tor, die unter Denkmalschutz stehen. Kapelle und Zaunanlage wurden mehrfach saniert (1995/96, 2005/06, seit 2007 kontinuierlich). Die Gestaltung fügt sich harmonisch in die umgebende Natur ein und vermittelt eine ruhige Atmosphäre.</p>
<p>Es gibt verschiedene Grabarten, darunter Reihengräber, Urnenreihengräber, Urnenwahlgräber und Erdwahlgräber. Die Grabstätten sind gepflegt und bieten Raum für individuelle Gestaltung innerhalb der Friedhofssatzung. Die teilweise kunstvolle Gestaltung der Grabmale spiegelt die Lebensgeschichten der Verstorbenen wider. Besonders hervorzuheben sind die stilvollen Grabstätten, die oft kunstvoll gestaltet sind. Sie reflektieren die Lebensgeschichten der Verstorbenen und bieten somit einen Einblick in die Vergangenheit der Region. Regelmäßige Pflege und die mehrjährige Tradition des Ortes sorgen dafür, dass der Friedhof auch in Zukunft ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes von Eberswalde bleibt.</p>
<p>Der Friedhof ist ein bedeutender Ort der Ruhe und des Gedenkens in der Region mit über 90-jähriger Tradition. Er wird regelmäßig gepflegt und genutzt; Trauerfeiern finden dort statt, was ihn zu einem zentralen Ort für gemeinschaftliches Gedenken macht. Angelegt 1925/26, bietet er verschiedene Grabarten, jedoch keine sanitären Einrichtungen oder Stromversorgung.</p>
<p>Es lohnt sich, bei einem Besuch innezuhalten und die ruhige Umgebung genussvoll aufzunehmen.</p>
<p>Der Friedhof Messingwerk befindet sich in der Erich-Steinfurth-Straße in Finow, einem Ortsteil von Eberswalde.</p>
<div class="places">
<p><b>Friedhof Messingwerk</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Finow Erich-Steinfurth-Straße, 16227 Eberswalde</p>
</div>
<h2>Friedhof der Psychiatrischen Klinik von Eberswalde</h2>
<p>Der <b>Friedhof der Psychiatrischen Klinik von Eberswalde</b> stellt einen bedeutenden Teil der Geschichte des Gesundheitswesens in dieser Region dar. Auf diesem Gelände finden sich die Gräber von Patienten, die während ihres Aufenthalts in der Klinik verstorben sind. Die stimmungsvolle Umgebung wird von Bäumen und Natur getragen, was einen Ort der Ruhe und des Gedenkens bietet.</p>
<p>Er  ist ein wichtiger Teil der Geschichte des Martin-Gropius-Krankenhauses (früher Landesirrenanstalt Eberswalde), das seit 1865 besteht und eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Psychiatrie in Brandenburg spielte. Auf dem alten Friedhof wurden verstorbene Patienten bestattet, ebenso wie einige leitende Ärzte, beispielsweise Angehörige der Familie Zinn. Der Friedhof dient als Ort des stillen Gedenkens. Für Angehörige und Interessierte ist er ein bedeutender Platz, um den Verstorbenen Respekt zu erweisen und sich mit der Geschichte der Psychiatrie auseinanderzusetzen. Die naturnahe Umgebung mit Bäumen schafft eine ruhige und besinnliche Atmosphäre.</p>
<p>Für viele Angehörige ist es wichtig, diesen Platz als Teil ihrer Trauer- und Erinnerungsarbeit zu nutzen. Er trägt nicht nur zur <i>Erinnerung an die Verstorbenen</i> bei, sondern auch zur Auseinandersetzung mit den Themen psychische Gesundheit und Stigmatisierung. Hier können Menschen innehalten und der verstorbenen Personen gedenken, die oft im Verborgenen litten.</p>
<p>Die Friedhofsverwaltung sorgt dafür, dass dieser Ort stets gepflegt bleibt und die Erinnerung an jene, die hier ruhen, lebendig gehalten wird. Es ist ein friedlicher Raum, der zum Nachdenken und Innehalten einlädt. Der Friedhof befindet sich am Dr.-Zinn-Weg auf dem Gelände des Martin-Gropius-Krankenhauses in Eberswalde.</p>
<div class="places">
<p><b>Friedhof der Psychiatrischen Klinik von Eberswalde</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Eberswalde Doktor -Zinn-Weg, 16225 Eberswalde</p>
</div>
<h2>Friedhof Kupferhammer</h2>
<p>Der <b>Friedhof Kupferhammer</b> ist ein historischer Begräbnisort, der in Eberswalde eine wichtige Rolle spielt. Er liegt im gleichnamigen Stadtteil und bietet den Besucherinnen und Besuchern einen ruhigen Platz zur Trauer und Besinnung. Dieser Friedhof enthält viele alte Gräber, die Geschichten von Menschen erzählen, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Der Friedhof Kupferhammer wurde 1905 als Begräbnisplatz für die Siedlung Kupferhammer ausgewiesen. Diese wurde 1936 nach Eberswalde eingemeindet. Er ist historisch bedeutsam für den gleichnamigen Stadtteil, wurde er 1905 angelegt und bis 2011 aktiv genutzt.</p>
<p>Die Umgebung des Friedhofs ist geprägt von einer natürlichen Schönheit, die zum Innehalten einlädt. Zudem sind die Wege gut gepflegt, was einen angenehmen Aufenthalt ermöglicht. Auch wenn der Ort oft mit Schmerz verbunden ist, vermittelt er gleichzeitig ein Gefühl der <i>Friedlichkeit</i>. Der Kupferhammer-Friedhof wird von der Friedhofsverwaltung betreut, die sich um die Anliegen der Hinterbliebenen kümmert. Der Friedhof Kupferhammer wurde bis 2011 aktiv genutzt und ist heute offiziell geschlossen. Nur in Ausnahmefällen (z.B. Nachbestattungen in bestehenden Familiengräbern) können noch Beisetzungen stattfinden. Die Betreuung und Pflege erfolgt durch die Friedhofsverwaltung der Stadt Eberswalde.</p>
<div class="places">
<p><b>Friedhof Kupferhammer</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Barnim Eberswalde, 16225 Eberswalde</p>
</div>
<h2>Friedhof Spechthausen</h2>
<p>Der Friedhof Spechthausen ist ein kleiner Friedhof, der Anfang des 19. Jahrhunderts als Privatbesitz der Familie Ebart angelegt wurde und zur Siedlung rund um die <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/sehenswuerdigkeiten/papierfabrik-wolfswinkel-mit-wasserturm/">Papierfabrik</a> gehört. Im Jahr 1929 wurde der Friedhof an die Gemeinde Spechthausen übergeben, die seit 2006 ein Ortsteil von Eberswalde ist.</p>
<p>Er ist ein kleiner, aber sehr gepflegter Ruhepunkt in Eberswalde. Er bietet den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen einen friedlichen Ort zum Gedenken und Reflektieren. Umgeben von Bäumen und einem angenehmen Landschaftsbild schafft dieser Friedhof eine Atmosphäre der Stille und Besinnlichkeit.</p>
<p>Die Grabstellen sind liebevoll angelegt und spiegeln die individuelle Erinnerung an die Verstorbenen wider. Hier findet man oft kunstvolle Grabsteine, die Geschichten erzählen und die Vielfalt des Lebens würdigen.</p>
<p>Die Anlage ist gepflegt, was durch die regelmäßige Pflege der Stadt Eberswalde sichergestellt wird. Auf dem Friedhof gibt es sowohl Urnenwahl- als auch Erdwahlgräber, die gepflegt und individuell gestaltet sind; die künstlerische Ausgestaltung einzelner Grabsteine ist möglich. Er bietet Urnen- und Erdwahlgräber; eine Erweiterung um einen Urnenhain ist geplant. Die Stadt Eberswalde übernimmt die regelmäßige Pflege und Instandhaltung, sodass der Friedhof stets in einem einladenden Zustand bleibt.</p>
<div class="places">
<p><b>Friedhof Spechthausen</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Eberswalde Spechthausen, 16225 Eberswalde</p>
<h2>Die Friedhofsverwaltung</h2>
<p>Die <b>Friedhofsverwaltung</b> Eberswalde ist eine wichtige Anlaufstelle für Angehörige und Interessierte. Hier erhält man Informationen über die verschiedenen Friedhöfe in der Region, einschließlich Öffnungszeiten und Bestattungsarten und Grabarten. Sie organisiert Beisetzungen, vergibt Grabstellen und sorgt für die Pflege und den ordnungsgemäßen Zustand der Friedhöfe. Die Verwaltung sorgt auch dafür, dass die Anlagen gepflegt und in einem ansprechenden Zustand gehalten werden.</p>
<p>Ein <i>freundliches Team</i> steht zur Verfügung, um Fragen zu klären oder Unterstützung bei Trauerfällen anzubieten. Ein weiterer Aufgabenbereich der Friedhofsverwaltung ist die Organisation von Beisetzungen.</p>
<p>Ebenso wird auf einen respektvollen Umgang mit den Hinterbliebenen geachtet. Für spezielle Anliegen stehen individuelle Beratungsgespräche bereit, um gezielt auf Wünsche einzugehen.</p>
<div class="places">
<p><b>Friedhofsverwaltung</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Friedhofstraße 2, 16225 Eberswalde</p>
<p><b>Telefon:</b> 03334 64685</p>
<p>Webseite: <a href="https://www.eberswalde.de/buergerservice/dienstleistungen/friedhoefe" target="_blank" rel="nofollow noopener">https://www.eberswalde.de/buergerservice/dienstleistungen/friedhoefe</a></p>
<div class="" data-v-0b55153e="">
<h2>Weitere interessante Fakten</h2>
<p>Auf allen Friedhöfen in Eberswalde beträgt die <strong>Ruhezeit für Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen jeweils 20 Jahre</strong>. Nach Ablauf dieser Zeit kann eine Verlängerung beantragt oder eine Umbettung vorgenommen werden. Zudem besteht auf einigen Friedhöfen die Möglichkeit, Asche auf extensiv gepflegten Blumenwiesen, sogenannten Aschestreuwiesen, zu verstreuen – eine naturnahe Alternative zur klassischen Urnenbestattung.</p>
<p>Die Stadt Eberswalde legt außerdem Ehrengrabstätten für bedeutende Persönlichkeiten sowie für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft an und übernimmt deren Pflege. Veränderungen an diesen Grabstätten sind nur eingeschränkt möglich, um die Einheitlichkeit und Würde der Gedenkstätten zu wahren.</p>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/friedhof-eberswalde/">Friedhof Eberswalde &#8211; Überblick zu den wichtigsten Ruhestätten der Stadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eberswalde-magazin.de">Eberswalde-Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Friedwald Eberswalde &#8211; Naturnahe Ruhestätte im Wald</title>
		<link>https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/friedwald-eberswalde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2025 20:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eberswalde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eberswalde-magazin.de/?p=1095</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ruhe und Gedenken zwischen Bäumen Friedwald Eberswalde bietet einen einzigartigen Ort, um Natur zu erleben und gleichzeitig eine nachhaltige Ruhestätte für die Ewigkeit zu schaffen. Umgeben von einer Vielzahl an Baumarten und harmonischen Ruhezonen, lädt dieser spezielle Friedwald dazu ein, den Trauerprozess in einem friedvollen Ambiente zu gestalten. Hier wird individuelle Trauerbegleitung großgeschrieben, sodass jeder [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/friedwald-eberswalde/">Friedwald Eberswalde &#8211; Naturnahe Ruhestätte im Wald</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eberswalde-magazin.de">Eberswalde-Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ruhe und Gedenken zwischen Bäumen</h2>
<p>Friedwald <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/stadt-eberswalde/">Eberswalde</a> bietet einen einzigartigen Ort, um <b>Natur zu erleben</b> und gleichzeitig eine nachhaltige Ruhestätte für die Ewigkeit zu schaffen. Umgeben von einer Vielzahl an Baumarten und harmonischen Ruhezonen, lädt dieser spezielle Friedwald dazu ein, den Trauerprozess in einem <i>friedvollen Ambiente</i> zu gestalten. Hier wird individuelle Trauerbegleitung großgeschrieben, sodass jeder die persönlichen Gedenkformen nach eigenen Wünschen und Vorstellungen finden kann. Das Konzept verbindet respektvolle Erinnerung mit der Schönheit der Natur und schafft Raum für <b>Erinnerung und Reflexion</b>.</p>
<div class="summary">
<p><b>Wichtiges am Anfang</b></p>
<ul>
<li>Der Friedwald Eberswalde bietet eine naturnahe und nachhaltige Ruhestätte in einem harmonischen Waldumfeld.</li>
<li>Individuelle Trauerbegleitung ermöglicht persönliche Gedenkformen und unterstützt den Trauerprozess.</li>
<li>Vielfalt an Baumarten schafft ruhige Zonen zur Besinnung und Reflexion.</li>
<li>Besucher:innen können Erinnerungsstätten innerhalb der Natur gestalten und pflegen.</li>
<li>Der Friedwald fördert die Biodiversität und den natürlichen Kreislauf des Lebens durch nachhaltige Waldbewirtschaftung.</li>
<li>Die Beisetzungen in Urnen erfolgen in einem gepflegten Waldareal.</li>
<li>Besucher können die friedliche Umgebung für Spaziergänge und Besinnung nutzen.</li>
<li>Das Konzept vereint alte Traditionen mit ökologischen Aspekten der Natur.</li>
</ul>
</div>
<h2>RuheForst Eberswalde</h2>
<p>Diese Friedwald-Anlage in Eberswalde bietet einen einzigartigen Ort der Ruhe und des Gedenkens. Er ist ein ganz besonderer <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/friedhof-eberswalde/">Friedhof in Everswalde</a>. Hier können Verstorbene auf eine besondere Weise in der Natur beigesetzt werden, was den Hinterbliebenen Trost und Frieden schenken kann. Das Konzept verbindet die Elemente von Grabstätte und Naturschutz und schafft somit einen harmonischen Raum für Erinnerung und Achtsamkeit.</p>
<p>Inmitten des Waldes besteht die Möglichkeit, sich in einer friedlichen Umgebung von geliebten Menschen zu verabschieden. Die Beisetzung erfolgt in einem bestimmten Areal, das liebevoll gepflegt und in die Natur integriert ist. Der Friedwald in Eberswalde lädt dazu ein, in jeder Lebensphase über die eigene Beziehung zur Natur nachzudenken und gleichzeitig den Kreislauf des Lebens zu würdigen.</p>
<p>Der RuheForst Eberswalde bietet eine besondere Form der naturnahen Bestattung inmitten eines vielfältigen Laub-Mischwaldes, der unter anderem aus Eichen, Buchen, Kiefern, Birken und Linden besteht. Dieses Waldgebiet liegt im <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/umgebung/biosphaerenreservat-schorfheide-chorin/">Biosphärenreservat</a> Schorfheide-Chorin, einer geschützten und ökologisch wertvollen Region, die für ihre reiche Pflanzen- und Tierwelt bekannt ist. Die Bestattungen finden hier nicht auf herkömmlichen Grabfeldern statt, sondern in individuell ausgewählten RuheBiotopen®, die harmonisch in das natürliche Waldumfeld eingebettet sind.</p>
<p>Durch diese Form der Bestattung wird nicht nur ein bewusster Umgang mit der Natur gefördert, sondern auch ein nachhaltiger Beitrag zum Schutz und zur Pflege des Waldes geleistet. Angehörige haben die Möglichkeit, den genauen Platz für die letzte Ruhestätte selbst zu bestimmen – etwa unter einem besonderen Baum ihrer Wahl – und können Trauerfeiern in der friedlichen Atmosphäre des Waldes abhalten. Die naturnahe Gestaltung und die Lage im Biosphärenreservat schaffen einen Ort der Ruhe, Besinnung und Verbundenheit mit der Natur, der den Abschied in Würde ermöglicht und gleichzeitig die ökologische Nachhaltigkeit unterstützt.</p>
<p>Individuelle Auswahl und Trauerfeiern: Angehörige können den genauen Platz (z.B. unter einem bestimmten Baum) selbst auswählen. Trauerfeiern können individuell und unter freiem Himmel am Andachtsplatz mit Holzkreuz und Sitzbänken stattfinden.</p>
<p>Pflege und Verbindung zur Natur: Die Pflege der Bäume erfolgt naturnah durch die Stadt Eberswalde, die nach PEFC-Standard (nachhaltige Waldbewirtschaftung) zertifiziert ist. Die Grabstätten bleiben Teil des natürlichen Kreislaufs und benötigen keine zusätzliche Pflege.</p>
<p>Bewusstsein für Natur und Raum für persönliche Abschiede: Der RuheForst fördert das Bewusstsein für die Schönheit und den Kreislauf der Natur. Die Atmosphäre lädt zu stillen Abschieden, persönlichen Reflektionen und Gebeten ein.</p>
<p>Der <b>RuheForst Eberswalde</b> bietet eine einzigartige Möglichkeit der letzten Ruhestätte inmitten der Natur. Hier werden nicht nur die Verstorbenen beigesetzt, sondern auch ein Raum für Trauer und Gedenken geschaffen. In einer ruhigen Umgebung können Hinterbliebene ihren Erinnerungen nachgehen und sich von ihren Liebsten verabschieden.</p>
<p>Das Konzept des RuheForstes verbindet traditionelle Bestattungsmethoden mit <i>nachhaltiger Waldbewirtschaftung</i>. Die Beisetzungen erfolgen in Form von Urnen in einem Waldstück, das kontinuierlich gepflegt wird. Dieser Ansatz fördert zudem die Umwelt, indem er natürliche Lebensräume erhält und Biodiversität unterstützt.</p>
<p>Besucher sind herzlich eingeladen, den <b>RuheForst Eberswalde</b> zu erkunden. Spaziergänge durch den Wald laden dazu ein, zur Ruhe zu kommen und die Natur in vollen Zügen zu genießen.</p>
<div class="places">
<p><b>RuheForst Eberswalde</b></p>
<p><b>Adresse:</b> Angermünder Chaussee 9, 16225 Eberswalde</p>
<p><b>Webseite:</b> <a href="http://www.ruheforst-eberswalde.de/" rel="nofollow">http://www.ruheforst-eberswalde.de/</a></p>
<p><strong>Kontakt zur Friedhofsverwaltung Eberswalde:</strong></p>
<ul>
<li>Adresse: Friedhofstraße 2, 16225 Eberswalde</li>
<li>Telefon: 03334 64685 (alternativ auch 03334 22632 oder 03334 278 677)</li>
<li>E-Mail: <a href="mailto:friedhof@eberswalde.de" target="_blank" rel="nofollow noopener">friedhof@eberswalde.de</a></li>
</ul>
<div class="" data-v-0b55153e="">
<h3>Rund um die Uhr zugänglich</h3>
<p>Der RuheForst Eberswalde ist ein offenes Waldgebiet und somit rund um die Uhr frei zugänglich. Besucher können jederzeit vorbeikommen, um zur Ruhe zu kommen oder stille Momente des Gedenkens abzuhalten. Im RuheForst gibt es einen Andachtsplatz mit Sitzbänken und einem Holzkreuz, der speziell für Trauerfeiern und besinnliche Augenblicke eingerichtet wurde.</p>
<p>Das Gelände hat keine festen Öffnungszeiten, was den Friedhof besonders flexibel macht. Die naturnahe, ruhige Atmosphäre im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin trägt dazu bei, dass der RuheForst Eberswalde ein Ort der Bestattung ist, der sowohl Würde als auch Nähe zur Natur vereint.</p>
</div>
<blockquote class="zitat"><p>Die Seele wird nicht durch einen Grabstein begrenzt, sondern findet ihren Frieden in der Natur. &#8211; Hermann Hesse</p></blockquote>
</div>
<h2>Friedwald Eberswalde &#8211; Natur erleben und würdigen</h2>
<p>Friedwald Eberswalde bietet eine einzigartige Gelegenheit, die <b>schöne Natur</b> in einem respektvollen Rahmen zu genießen. Die ruhige Atmosphäre des Waldes fördert die persönliche Zugehörigkeit zur Umwelt und schafft einen Ort der <i>Besinnung</i>. Hier kann jeder Besuchende den natürlichen Kreislauf des Lebens würdigen und erleben, wie wichtig diese Elemente für das eigene Wohlbefinden sind.</p>
<p>Die Vielfalt der Baumarten sorgt nicht nur für ein angenehmes Ambiente, sondern auch für einen Raum der Ruhe und Kraft. Gemeinsam laden sie dazu ein, Momente der Stille und des Nachdenkens zu finden. Es ist ein Platz, wo <b>Erinnerungen lebendig gehalten</b> werden können und der die Trauerarbeit in einem harmonischen Umfeld unterstützt.</p>
<h2>Eine nachhaltige Ruhestätte für Urnenbeisetzungen im Wald</h2>
<p>Das Waldgebiet bietet die Möglichkeit, eine <b>nachhaltige Ruhestätte</b> zu schaffen, die im Einklang mit der Natur steht. Hier gelangen die Verstorbenen zurück in den Kreislauf des Lebens und fördern somit die Biodiversität. Dieser Ansatz zeichnet sich nicht nur durch seine Umweltverträglichkeit aus, sondern auch durch die respektvolle Gedenkform.</p>
<p>Besucher:innen können eigene Erinnerungsstätten innerhalb der schönen Waldlandschaft gestalten, wodurch persönliche Gedenkkultur erhalten bleibt. In dieser besonderen Umgebung findet jeder den Raum, um in Ruhe zu trauern und das Angedenken an geliebte Menschen auf individuelle Weise zu pflegen. Bei jedem Baum lebt ein Teil der Erinnerung weiter und verbindet Natur mit &gt;Erinnerung.</p>
<p>Der Friedwald Eberswalde besticht durch eine beeindruckende Vielfalt an <b>Baumarten</b>, die zu einer einzigartigen Atmosphäre beitragen. Diese Baumvielfalt schafft nicht nur visuelle Schönheit, sondern auch verschiedene Ruhezonen, die zum Verweilen und Besinnen einladen.</p>
<p>Besucher:innen können in den schattigen Bereichen der Bäume zur Ruhe kommen und die Natur auf sich wirken lassen.</p>
<blockquote><p><strong>Im RuheForst Eberswalde gibt es Sitzmöglichkeiten: Am Andachtsplatz sind Sitzbänke aufgestellt, die Angehörigen und Besuchern einen würdevollen und ruhigen Ort für Trauerfeiern sowie stilles Gedenken bieten.</strong></p></blockquote>
<p>In dieser friedlichen Umgebung finden Trauernde den Raum für <i>Reflexion</i> und persönliche Erinnerungen, während sie gleichzeitig Teil des natürlichen Kreislaufs werden. Jeder Baum erzählt seine eigene Geschichte und bietet einen Ort, um Gedanken und Gefühle in einem sanften, unterstützenden Rahmen auszudrücken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/friedwald-eberswalde/">Friedwald Eberswalde &#8211; Naturnahe Ruhestätte im Wald</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eberswalde-magazin.de">Eberswalde-Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Boomtown Eberswalde?</title>
		<link>https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/boomtown-eberswalde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dirk Engelhardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Apr 2025 18:22:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eberswalde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eberswalde-magazin.de/?p=962</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einst verschrien, entwickelt sich Eberswalde jetzt als attraktiver Standort im Speckgürtel von Berlin Eberswalde: Arm, und auch nicht sexy. So könnte man die Meldung zusammenfassen, die die Bundesagentur für Arbeit kürzlich herausgab. Darin ist zu lesen, dass der monatliche Durchschnittsverdienst in Eberswalde sage und schreibe 628 Euro unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Ob dieser Zahlen taten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Einst verschrien, entwickelt sich Eberswalde jetzt als attraktiver Standort im Speckgürtel von Berlin</h2>
<p><strong><a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/stadt-eberswalde/">Eberswalde</a>: Arm, und auch nicht sexy.</strong> So könnte man die Meldung zusammenfassen, die die Bundesagentur für Arbeit kürzlich herausgab. Darin ist zu lesen, dass der monatliche Durchschnittsverdienst in Eberswalde sage und schreibe 628 Euro unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Ob dieser Zahlen taten die Eberswalder Lokalpolitiker entrüstet. Doch wer mit offenen Augen durch die Innenstadt läuft, merkt schnell, dass Geschäfte, vor allem Fachgeschäfte, die hochwertige Waren anbieten, in Eberswalde nicht zu finden sind. Hochbetrieb herrscht in Läden, die nach Art von Rudis Reste Rampe Billigwaren verkaufen. Das gleiche Bild setzt sich in der Gastronomie fort: allein im letzten Jahr haben in Eberswalde fünf vietnamesische Restaurants der unteren Preisklasse eröffnet, die auch noch im Speisenangebot sehr ähnlich sind.</p>
<figure id="attachment_1013" aria-describedby="caption-attachment-1013" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" class="wp-image-1013 size-full" title="Boomtown Eberswalde - alte Impressionen" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Boomtown-Eberswalde-2.jpg" alt="Boomtown Eberswalde - alte Impressionen" width="1000" height="667" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Boomtown-Eberswalde-2.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Boomtown-Eberswalde-2-300x200.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Boomtown-Eberswalde-2-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-1013" class="wp-caption-text">Boomtown Eberswalde &#8211; alte Impressionen</figcaption></figure>
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<p>Von der pulsierenden Industriestadt, die Eberswalde zu DDR-Zeiten war, ist kaum etwas übrig geblieben. Vom berühmten <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/ardelt-kranbau-in-eberswalde/">Ardelt Kranbau Eberswalde</a> steht im Familiengarten noch ein Montagekran, der dort in den 50er Jahren aufgebaut wurde. Mehr als 3000 Arbeiter fertigten einst in der VEB Kranbau Hafenkräne, die in alle Welt exportiert wurden, viele tun auch heute noch ihren Dienst. Doch die Treuhand machte der Firma den Garaus. Heute sind noch gut 30 Angestellte auf dem riesigen Gelände beschäftigt, die sich vor allem der Instandhaltung bestehender Kräne widmen. Andere Firmen wie die VEB Leuchtenbau oder die VEB Chemische Fabrik Finowtal existieren schon lange nicht mehr.</p>
<p>Martin Hoeck, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde, sieht Defizite in der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt: „Die wirtschaftliche Entwicklung ist in Eberswalde nicht zufriedenstellend. Die Stadtverwaltung und die Stadtpolitik müssen sich in der gerade begonnenen Wahlperiode mehr um die Wirtschaftsförderung kümmern“, so Hoeck. „Es braucht eine sehr gute digitale und physische Infrastruktur, ausreichend Kita- und Schulplätze, ebenso wie qualitativ guten Wohnraum“, verlangt er. Doch damit nicht genug: „Gleichzeitig brauchen wir die Ausweisung von neuen Gewerbeflächen und die Überarbeitung des Einzelhandelskonzeptes. Außerdem müssen wir die bestehenden Industriearbeitsplätze erhalten und versuchen, neue zu gewinnen.“ Hoeck glaubt, in den letzten Jahren sei im Werben von Eberswalde als europaweiter Standort zu wenig passiert.</p>
<p>Christian Günther, der das älteste Café der Stadt, das Café Kleinschmidt, führt, macht verpasste Chancen im Tourismus aus: „Brandenburg ist kein relevanter Industriestandort. Warum man nicht die wunderschöne Landschaft des Oderlandes, in Tagesausflug-Entfernung der Millionenmetropole Berlin, als europaweit attraktive Urlaubsregion hat versucht auszubauen, ist mir unbegreiflich“, so Günther. „Da wäre Image-Politik nötig, gut finanziertes Marketing zur europaweiten Steigerung der Bekanntheit der Attraktivität der Region und gezielte Unterstützung für den Ausbau touristischer Infrastruktur“, ist seine Meinung. „Gern hochpreisig, um unkontrollierte Touristenmassen zu vermeiden.“ Er nennt zum Vergleich das Rheinland, das es versteht, mit dem Pfund zu wuchern, das es besitzt.</p>
<p>Sein Café Kleinschmidt müht sich nach Kräften, so der Cafébetreiber, ein wenig pulsierendes Leben in die 40.000 – Einwohner-Metropole zu bringen. „Aber wir merken, es dämmert mehr als zu pulsieren“, ist sein etwas deprimiertes Resumee.</p>
<h2>Lost Places und neue, erfolgreiche Industrieansiedlungen</h2>
<p>Der malerische Finowkanal, vor 400 Jahren erbaut, schlängelt sich durch die Stadt, an beiden Seiten jede Menge <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/sehenswuerdigkeiten/papierfabrik-wolfswinkel-mit-wasserturm/">Lost Places wie die Ruinen der Papierfabrik Wolfswinkel</a>, in der einst hochwertige Papiere für den englischen Hof produziert wurden. Doch Gastronomie ist an den Ufern kaum zu finden; immerhin soll sich jetzt der Verein Unser Finowkanal um die künstliche Wasserstraße mit den vielen historischen Schleusen kümmern. Kürzlich erwarb man das historische Boot „Funtensee“, das im Moment aber nur für spezielle Anlässe genutzt wird.</p>
<p>Indes können die Stadtväter auch eine erfolgreiche Industrieansiedlung vorweisen, bei deren Eröffnung sogar der Bundeskanzler einflog: im Gewerbegebiet am Finowkanal errichtete die Firma timpla by Renggli Deutschlands größtes Holzmodulwerk, in dem Holzelemente und Holzmodule für den nachhaltigen Hausbau gefertigt werden. Hier werkeln rund 100 Mitarbeiter an Holzmodulen für klimaschonende Gebäude. Nebenan hat gerade die letzte Manufaktur für Schulranzen in Deutschland dichtgemacht, die Firma McNeill produzierte dort mit rund 30 Angestellten Schulranzen für den deutschen Markt. Seit diesem Jahr werden deutsche Schulkinder also keine Ranzen „Made in Germany“ mehr kaufen können.</p>
<p>Auf einem der vielen ungenutzten Grundstücke in der Innenstadt, direkt am Finowkanal, steht zur Zeit noch der alte Schlachthof. Auf dem 7000 Quadratmeter großen Gelände plant die Firma ANH Hausbesitz aus Berlin eine neue Nutzung von Wohngebäuden, wobei der alte Schlachthof erhalten werden soll. In Planung ist auch das sogenannte „Hufnagelquartier“, ein rund 6000 Quadratmeter großes Gelände mit alten Fabrikgebäuden am Finowkanal, in dem einst Hufnägel produziert wurden. Hier planen Wernecke + Jahn Architekten „12 unregelmäßige Baukörper mit vier verschiedenen Gebäudetypen, die sich zu einem poetischen Ort zusammenfügen“ sollen, wie es das Architekturbüro etwas gestelzt ausdrückt. Die Wohnfläche soll dabei immerhin 19.000 Quadratmeter betragen.</p>
<p>Die WHG, die größte Wohnungsbaugesellschaft der Stadt, verfügt über rund 5800 Wohnungen, in denen rund 9300 Menschen leben. In Planung ist die Sanierung von 387 Wohnungen, die an Mieter mit Wohnberechtigungsschein vergeben werden. „Diese Wohnungen sind mietgebunden und belegungsgebunden“, gibt der Geschäftsführer Henrik Hundertmark zur Auskunft. Eine Mietwohnung mit zwei Zimmern und 51 Quadratmeter Wohnfläche im Cube an der stark befahrenen Heegermühler Strasse kostet bei der WHG derzeit 969 Euro, preislich also nicht allzuweit weg von ähnlichen Wohnungen im Prenzlauer Berg.</p>
<p>Mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Stadt ist der Rofinpark. Der Name leitet sich vom ehemaligen Nutzer, dem Rohrleitungsbau Eberswalde, ab. Den Rohrleitungsbau gibt es immer noch, ein Großteil des alten Fabrikgeländes gehört aber Sarah Polzer-Storek, die das Gelände seit 20 Jahren zu einem Ort der alternativen Szene entwickelt. Renovierungen der alten Fabrikhallen aus Backstein werden nachhaltig und mit möglichst wenig Aufwand realisiert, dafür sind die Mieten für kleine Gewerbebetriebe erschwinglich. „Das macht den Rofin besonders“, wirbt Polzer-Storek, „genau diese Mischung aus Bodenständigkeit, Kunst und Kultur“.</p>
<p>Jüngst hat hier auch wieder eine Brauerei eröffnet, die Kati Hausbrauerei, nachdem das alte Brauhaus Eberswalde schon in den 90er Jahren dichtmachte. Polzer-Storek sieht Eberswalde auf einem guten Weg: „Wichtig für eine gute wirtschaftliche Entwicklung ist die Atmosphäre in einer Stadt, sind die sogenannten weichen Standortfaktoren, die im Grunde gar nicht weich  sind, sondern knallharte Gründe, warum Städte attraktiv für dringend benötigte Fachkräfte sind.“</p>
<h2>Bildung als starker Wirtschaftsfaktor für die Stadt</h2>
<p>Ein nicht ganz unwichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt ist die <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/bildung/hne-eberswalde/">Hochschule für nachhaltige Entwicklung</a>, die in Eberswalde einen Stadtcampus und einen Waldcampus hat, und an der vor kurzem 300 neue Studenten begrüßt wurden – mit Freibier und kostenlosem Essen auf dem Marktplatz, wie jedes Jahr. Aus ihr gehen innovative Unternehmen wie die Finizio Trockentoiletten hervor, die aus den Hinterlassenschaften der Benutzer verwertbare Komposterde produzieren.</p>
<figure id="attachment_167" aria-describedby="caption-attachment-167" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" class="wp-image-167 size-full" title="Bibliothek der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Eberswalde-FH-Bibo.jpg" alt="Bibliothek der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)" width="1000" height="662" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Eberswalde-FH-Bibo.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Eberswalde-FH-Bibo-300x199.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2024/09/Eberswalde-FH-Bibo-768x508.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-167" class="wp-caption-text"><a href="https://www.eberswalde-magazin.de/bildung/hochschulbibliothek-in-eberswalde/">Bibliothek der Hochschule</a> für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)</figcaption></figure>
<p>Einer, der in Eberswalde schon zu DDR-Zeiten lebt, ist Andreas Gerke. „Nach meinem Empfinden hat sich die Stadt negativ entwickelt,“ sagt er im Gespräch. Der schöne runde Brunnen auf dem Marktplatz wird vom ihm und vielen alten Eberswaldern vermisst. An seiner Stelle steht jetzt eine rechteckige „Seuchenwanne“, wie es Gerke ausdrückt. Dafür hat die Imbissbude auf dem Platz, die bislang Currywurst und Pommes Frites anbot, einen neuen Betreiber aus Portugal: jetzt gibt es hier Pastel de Nata und Galao.</p>
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		<title>Ardelt Kranbau in Eberswalde</title>
		<link>https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/ardelt-kranbau-in-eberswalde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dirk Engelhardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2025 19:04:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eberswalde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte über den Niedergang eines erfolgreichen Unternehmens – doch vielleicht mit Happy End? Wer Eberswalde besucht, sieht ihn schon von weitem: der „Eberkran“, ein Kran aus den 50er Jahren, steht zentral im Park „Familiengarten“ und ist mit seiner Aussichtsplattform in schwindelnder Höhe die Attraktion des Parkes. Anfang der 90er Jahren arbeiteten in der traditionsreichen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Geschichte über den Niedergang eines erfolgreichen Unternehmens – doch vielleicht mit Happy End?</h2>
<p>Wer Eberswalde besucht, sieht ihn schon von weitem: der „Eberkran“, ein Kran aus den 50er Jahren, steht zentral im Park „Familiengarten“ und ist mit seiner Aussichtsplattform in schwindelnder Höhe die Attraktion des Parkes. Anfang der 90er Jahren arbeiteten in der traditionsreichen Firma noch rund 3200 Mitarbeiter. Heute, nach einem Insolvenzantrag, sind es noch ganze 36. Wie kam es dazu?</p>
<p>Gegründet wurde die Firma 1902 von Ingenieur Robert Ardelt in Eberswalde. Zu dieser Zeit war Eberswalde, am Finowkanal und am Oder-Havel-Kanal gelegen, eine Industriemetropole, man sprach von Eberwalde ähnlich wie vom Ruhrgebiet. Überall rauchten die Schornsteine, es gab Metallfabriken, Hufeisenwerke, chemische Fabriken, Holzverarbeitung und vieles mehr. Für die Ardelt-Mitarbeiter entstanden Werkswohnungen, das Geschäft lief. Ardelt wurde nach und nach zum Weltmarktführer für Balancerkrane, Containerbrücken, Drehkrane, Portalkrane und Verladebrücken. Im Zweiten Weltkrieg fungierten die Eberswalder Industriebetriebe, auch Ardelt Kranbau, als Rüstungsproduzenten.</p>
<figure id="attachment_958" aria-describedby="caption-attachment-958" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" class="wp-image-958 size-full" title="Alte Kranbauhalle" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-1.jpg" alt="Alte Kranbauhalle" width="1000" height="667" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-1.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-1-300x200.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-1-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-958" class="wp-caption-text">Alte Kranbauhalle</figcaption></figure>
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<p>Während des 2. Weltkrieges war Eberswalde eine wichtige Waffenschmiede für die Nationalsozialisten. Und die Kassen der Ardelt-Werke klingelten: 1944 machte man dort mehr als 100 Millionen Reichsmark Umsatz, 80% davon mit Rüstungsgütern. 1945 arbeiteten mehr als 11.000 Mitarbeiter bei den Ardelt-Werken. Allein in Eberswalde leisteten allerdings mehr als 3000 Zwangsarbeiter Schwerstarbeit und hausten in prekären Bedingungen. Eine Zwangsarbeiterbaracke neben dem Werk ist bis heute erhalten.</p>
<h2>Die Ardelt-Werke während der DDR Zeit als VEB Kranbau bekannt in aller Welt</h2>
<p>In der DDR wurden die Ardelt-Werke enteignet, und man produzierte Krane im Volkseigenen Betrieb im Kombinat TAKRAF. Sie wurden in alle Welt verkauft, von Brasilien bis Sankt Petersburg, und brachten wertvolle Devisen ins Land. Normalerweise kostet ein Kran, je nach Größe, zwischen sechs und zwölf Millionen Euro. Bis zum Mauerfall gab es weltweit rund zehn Firmen, die Krane dieser Art bauten, heute sind davon noch drei übrig.</p>
<p>Nach dem Mauerfall verkaufte die Treuhand die zu dieser Zeit als „Hafentechnik Eberswalde GmbH“ firmierende Firma an die Vulkan Kocks GmbH aus Bremen, die kurz darauf pleite ging. Damit war auch die Zukunft der Kranbau Eberswalde in schwierige Gewässer gekommen. Der Großstahlbau war zuvor schon aus Gründen mangelnder Auslastung und Wettbewerbsfähigkeit geschlossen worden. Wie überall in Ostdeutschland, bevölkerten auch in Eberswalde tausende arbeitslose Arbeiter die Straßen und Bierhallen, Resignation machte sich breit.</p>
<figure id="attachment_959" aria-describedby="caption-attachment-959" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" class="wp-image-959 size-full" title="Blick auf den alten Eberkran, auch Montageeber genannt" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-2.jpg" alt="Blick auf den alten Eberkran, auch Montageeber genannt" width="1000" height="667" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-2.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-2-300x200.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-2-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-959" class="wp-caption-text">Blick auf den alten Eberkran, auch Montageeber genannt</figcaption></figure>
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<p>Ende der 90er Jahre waren nur noch rund 600 Mitarbeiter in der Firma beschäftigt.</p>
<p>„Wir haben uns von einem Serienhersteller zu einem Einzelhersteller gewandelt“, sagt Uwe Grünhagen, der heutige Geschäftsführer der Ardelt Kranbau GmbH, der immer noch auf dem alten Betriebsgelände an der Heegermühler Straße in der Mitte von Eberswalde residiert.</p>
<p>Warum aber brauchte man zu DDR-Zeiten dermaßen viele Mitarbeiter? Grünhagen erklärt dies mit der Fertigungstechnik. „Damals wurde fast zu 100% alles selber hergestellt, heute kaufen wir die Teile zu 80% zu“. Außerdem gab es zu DDR-Zeiten eine Betriebsfeuerwehr, einen Kindergarten, Tischler, Maler, also Berufsgruppen, die heute gar nicht mehr da sind“, berichtet Grünhagen. Die Fertigungstiefe während der DDR war enorm, und dies war staatlich auch so gewollt.</p>
<p>Die VEB Kranbau war einer der Vorzeigebetriebe der DDR, und stolz verließen in der Anfangszeit die fertig gebauten Krane das Werk signiert mit den Vornamen der Mitarbeiter der Konstruktionsabteilung, etwa Bernhard, Detev, Edmund oder Herbert. Der Champion dabei war „Albrecht“, ein Doppellenker mit 10 Tonnen Hubkraft und 32 Metern Ausladung. Es war der erste Serienkran für den Massenumschlag, der bei Temperaturen von minus 40 Grad bis plus 40 Grad arbeiten konnte. Die UdSSR bestellte den Albrecht in großer Stückzahl.</p>
<p>Jörg Müller, der seit 1984 im Kranbau in Eberswalde arbeitet, erinnert sich an die Anschaffung des ersten Siemens-Großrechners im Jahr 1985: „Damals wurden die ersten CAD-Arbeitsplätze eingerichtet, weil wir Exportförderbetrieb waren. Das war eine tolle Sache“, erzählt Müller. Gegenüber anderen Großbetrieben in der DDR wurde der Kranbau vorrangig mit Material versorgt, so dass die Arbeitsabläufe zügiger vonstatten gingen. Ins nicht-sozialistische Ausland durfte Müller damals nicht reisen, aber das war für seine Arbeit als Konstrukteur auch nicht nötig.</p>
<p>Den Mauerfall erlebte der Ingenieur als Zäsur: „Mit dem Mauerfall ist für uns der russische Markt zusammengebrochen, also der wichtigste Markt. Die hatten ja keine Devisen, um die Krane in DMark zu bezahlen.“</p>
<h2>Der Kranbau heute</h2>
<p>Heute wirkt das riesige Werksgelände in der Mitte von Eberswalde verlassen. Doch nicht alle Werkshallen stehen leer. Es gab Ausgründungen, wie etwa die Firma Bamos, die heute neben Ardelt ihren Sitz hat und Seilrollen und Seilscheiben produziert.</p>
<figure id="attachment_960" aria-describedby="caption-attachment-960" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" class="wp-image-960 size-full" title="Alte Halle des Ardelt Kranbaus in Eberswalde als Lost Places" src="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-4.jpg" alt="Alte Halle des Ardelt Kranbaus in Eberswalde als Lost Places" width="1000" height="667" srcset="https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-4.jpg 1000w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-4-300x200.jpg 300w, https://www.eberswalde-magazin.de/wp-content/uploads/2025/04/Kranbau-4-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-960" class="wp-caption-text">Alte Halle des Ardelt Kranbaus in Eberswalde als Lost Places</figcaption></figure>
<p>Ardelt Kranbau konzentriert sich heute auf das Kerngeschäft, das Engineering und die Teile, die man beim Kran selber baut. „Also auf die Teile, in denen die Intelligenz des Krans sitzt“, beschreibt es Grünhagen. Die Krane, die rund 800 Tonnen wiegen, werden längst nicht mehr als Ganzes mit dem Schiff nach Übersee transportiert, sie werden heute am Einsatzort aus den Einzelteilen zusammengesetzt. „Weil die Containerschiffe immer größer wurden, mussten entsprechend auch die Krane immer größer werden“, sagt Grünhagen.</p>
<p>Obwohl die Auftragsbücher von Ardelt im April letzten Jahres gut gefüllt waren, musste die Firma Insolvenz anmelden. Grünhagen: „Wir hatten einen Auftragsbestand von über 148 Millionen Euro. In den letzten 20 Jahren haben wir etwa 10 Krane pro Jahr produziert. Doch durch den Ukraine-Krieg hatten wir plötzlich eine Beschaffungskrise, und unsere Produkte verteuerten sich enorm“, beschreibt er die knifflige Lage. Bisher bezog Kocks Ardelt Kranbau 60% des Stahls aus Mariupol in der Ukraine; diese Lieferungen fielen dann plötzlich weg, und die Firma geriet in eine Liquiditätskrise. Die Beschaffungskosten explodierten, „um den Faktor fünf“, so Grünhagen.</p>
<p>Ein Kran besteht aus 8000 Teilen, die von 1400 Lieferanten kommen, und anhand dieser Zahl kann man sich leicht ausrechnen, wie sich die Teuerung auswirkte. Grünhagen: „Die Schere ging nicht mehr auf, weil wir die Krane zu Festpreisen verkaufen“. Der Insolvenzverwalter sagte dann aber, er wolle den Betrieb nicht schließen, sondern sanieren. Laut Grünhagen hat der Involvenzverwalter einen Großteil der Auftragsbestände fortgeführt, die Aufträge wurden unter Insolvenzbedingungen durchgeführt.</p>
<p>Diese Zeit hat Grünhagen als sehr dramatisch und emotional in Erinnerung, gleichzeitig betont er auch, dass die Stadt Eberswalde ihn recht gut unterstützt hat. Die größte Schwierigkeit war bei den Kran-Projekten die Finanzierung durch die Banken, da bei jedem Kranprojekt eine Bankbürgschaft erforderlich ist. Nach einem Jahr des Verhandelns machte Grünhagen dann am 1. August 2023 ein klassisches Management Buyout. Er gründete eine neue Firma, die Ardelt Kranbau GmbH und bereitet sich jetzt auf den Neustart vor. Beim Land Brandenburg hat die Ardelt Kranbau den Antrag auf eine Millionenbürgschaft gestellt.</p>
<p>Wenn diese bis zum Ende des Jahres bewilligt wird, dann wird die geplante Reaktivierung der Fertigung am Standort Eberswalde vollzogen, was auch die Einstellung von neuen Mitarbeitern bedeutet. „Mein Ziel ist es, aus dem Tal wieder zu alter Kraft zu kommen“, beschwört es Grünhagen. Die KPMG ist gerade dabei, das Geschäftsmodell auf Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Grünhagen verrät auch, dass die Entscheidung des Involvenzverwalters anders hätte ausfallen können, „das lag durchaus im Bereich des Möglichen.“</p>
<h2>Eberswalder Kräne überdauern die Firma in aller Welt</h2>
<p>Etwa ein Drittel der 4600 Krane, die in Eberswalde produziert wurden, stehen heute noch überall in der Welt und tun ihren Dienst. Für einige übernehmen die Eberswalde den Service und Reparaturen, die Mitarbeiter müssen jedoch nicht für jede Reparatur um die Welt jetten. Grünhagen: „Die moderne Technik und die Software erlaubt es uns, bei den Kranen per Fernwartung Fehler zu beheben“. In Eberswalde hat die Kranbau noch drei Fabrikhallen, für Stahlbau, Maschinenbau, Konservierung und Elektroarbeiten.</p>
<p>Damit hat sich die Fläche der Kranbau auf etwa 15% der ursprünglichen Fläche im Zentrum von Eberswalde reduziert. Dazu gehört auch, dass die Lagerflächen, die man früher brauchte, um Teile auf Vorrat einzulagern, heute gar nicht mehr nötig sind. Die logistisch gute Lage am Finowkanal ist aber auch heute noch vorteilhaft: etwa 15% der Lieferungen lädt die Kranbau – über einen Eberswalder Kran! – auf Frachtschiffe auf dem Oder-Havel-Kanal, entweder in Richtung Stettin, oder in Richtung Magdeburg.</p>
<p>Der Rest geht, sogar Teile mit 90 Tonnen Gewicht, auf LKW mit Schwertransporten in der Nacht.  Einfacher lieferbar sind die Modellbaukräne von Ardelt, &#8211; so kostet ein Dampfkran Ardelt 57t der Firma Scheufele Modellbau 898 Euro.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eberswalde-magazin.de/eberswalde/ardelt-kranbau-in-eberswalde/">Ardelt Kranbau in Eberswalde</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eberswalde-magazin.de">Eberswalde-Magazin</a>.</p>
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